Ich bin ein Gewohnheitstier!

Diese Erkenntnis ist nun amtlich. 

Von mir höchstpersönlich erstellt, abgestempelt und in meinem Aktenordner fein säuberlich abgelegt. 

Denn Umstellungen sind nicht so mein Ding! 

Flexibilität nicht unbedingt mein zweiter Vorname!

Oh, wie bewundere ich diese spontanen Zeitgenossen, die Pläne jederzeit umschmeissen können und mit jeder Situation sofort klar kommen. 

Zurzeit bin ich voll auf paradiesischen Urlaubsmodus programmiert. Naja, ich muss zugeben diese Wandlung geschieht meist relativ rasch und schmerzlos. Deswegen trifft mich die Alltagskeule nach so einer Auszeit immer wieder mit voller Wucht. 

Heute in der Früh hatte ich eine kurze Vision. 

Ich war geistig in den Alltagsmorgen gerutscht und sah mich beim Versuch meinen Sohn, in aller Herrgottsfrühe, aus den Federn zu manövrieren. Das hört sich jetzt wahrscheinlich gar nicht so schlimm an, ist jedoch für mich ein gruseliger Gedanke. Man muss bedenken, dass ich selbst um diese Zeit wie ein scheintoter Zombie durch das Haus schlürfe und die Anforderungen des morgendlichen Ablaufs fast überirdische Kräfte von mir abverlangen. Dazu die Anstrengung des mehrmaligen Weckens meines Großen, der in diesen Augenblicken wahrscheinlich nicht einmal auf Anhieb seinen Vornamen nennen kann – Uff! 

Dies braucht eine Unmenge an Energie von uns beiden, welche leider nur in geringen Dosen verfügbar ist. 

Diesen Flashback habe ich heute aber rasch in den Hintergrund verbannt und schnell in einer Tasse Kaffee ertränkt. 

Aber ich weiß aus meiner nun schon langjährigen Erfahrung, wenn die ersten Wochen im September überstanden sind, ich als altes Gewohnheitstier diesen Alltag doch relativ gut meistere. Außerdem muss ich zugeben, dass ich den neuen/alten Rhythmus nach einigen Wochen sogar ganz gerne mag. Ich schätze es, wenn der Vormittag wieder länger wird und dadurch mehr Zeit für mich und meine „Projekterl“ bleiben. Wenn die Wochentage angefüllt durch Arbeit, Haushalt, Termine, Kindertaxi, Schreiben und manchmal „planloses im Kreis rennen“ dahinflitzten.  Und ich die Wochenenden dann quasi wie eine Belohnung mit meiner Familie zufrieden zelebrieren kann. 

Ja, das ist auch schön und gehört ebenso zu meinem Leben.

Aber nun konzentriere ich mich wieder auf das Hier und Jetzt, blicke in die Ferne, hänge meinen Gedanken nach und genieße unser familiäres Zusammenleben mit allen Fasern meines Körpers.

Das Gewohnheitstier atmet tief durch und ruht genüßlich in den Tag hinein.

Stress und unruhige Getriebenheit sind momentan Fremdwörter.  

Die Zeiten des panischen Galopps kommen jedoch wieder. 

Doch die Gewissheit, wenn abermals alles geordnet und schublaisiert ist, wiederum Ruhe einkehrt und sich die Gangart geschmeidig an den Rhythmus des Alltags anpasst, macht mich zufrieden. 

Aber auch neugierig auf das was alles kommen mag…;-)  

 

Mehr „Alltagserkenntnisse“ in meinem Buch: „Mann, bist du gut, Frau!“….zu bestellen unter: www.mah-lies.at (frei Haus)…:-)

 

 

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