Liebe – mehr als nur ein Wort?

Dieses Wort wird oft gebraucht und kommt in vielen Wortkombinationen vor.

Wir reden ständig von Liebe. Oft auch ziemlich leichtfertig.

Manchmal wird es wie beim Ausverkauf von Billigklamotten herumgeschleudert.

Es werden Gebrauchsgegenstände „geliebt“ und Luxusartikel.

Oder es haftet sich an andere Begriffe wie zum Beispiel: Heimatliebe, Nächstenliebe, Tierliebe, Hassliebe und so weiter.

Wir „lieben“ Bücher, Filme und so manches Essen.

Außerdem können wir diesen Begriff psychologisch, philosophisch und biochemisch beleuchten.

Gerade rund um den Valentinstag, begegnet uns dieses Wort noch öfter.

Also bleiben wir bei der Zwischenmenschlichkeit.

Was bedeutet Liebe nun für uns Menschen?

Ist es nur das Gefühl der Verliebtheit?

Oder handelt es sich um eine tiefere Verbundenheit?

Das Gefühl der Verliebtheit ist ohne Zweifel sehr schön. Es beutelt uns durcheinander und die Welt erscheint in den schönsten Farben. Ein ziemlich genialer Hormon-Cocktail der in dieser Phase in unseren Körpern tobt. Manchmal handelt es sich jedoch um eine Täuschung und nach dem Abflauen dieser stürmischen Zeit, kehrt die Realität zurück. Sollte die Verbindung auch nach diesem Extrem-Zustand noch wichtig sein – dann dürfte die Verknüpfung passen.

Wie man im Volksmund so schön sagt: „Zu jedem Topf gibt es einen Deckel“. Manchmal muss man bei der Auswahl des passenden Deckels ein bisschen Geduld haben.

Dabei kann es auch zu Dramen kommen. Sowie zu verschiedenen Irrungen und Verwirrungen.

Ich bin kein Spezialist auf diesem Gebiet. Und anscheinend hatte ich Glück, denn relativ schnell ist mir der passende Deckel oder mein Topf (je nachdem) begegnet.

Nach einigen Jahrzehnten sind wir noch immer verbunden. Wir kennen uns ziemlich gut und wissen über die Eigenheiten unseres Gegenübers Bescheid. Manchmal könnte ich meinen Deckel auf den Mond schießen, um ihn dann aber relativ schnell wieder zurückzuholen. Ich vermute das ist umgekehrt auch der Fall… 😉

All das bringt der Alltag und das tägliche Leben mit sich. Dies braucht sicherlich Ausdauer und manchmal auch Mühe. Aber das Gefühl in Krisenzeiten, jemanden an unserer Seite zu haben, ist ein Geschenk.

Jemand der uns bedingungslos und loyal unterstützt, aber trotzdem eine eigene Persönlichkeit bleibt. Denn es geht nicht um Selbstaufgabe, absolute Anpassung, Abhängigkeit oder Besitz.

Sondern um Verbundenheit.

So empfinde ich das.

Das Gefühl sich felsenfest auf jemanden verlassen zu können und füreinander da zu sein, ist bereichernd.

Das bedeutet sicher auch eine gewisse Verpflichtung, aber eine die sich lohnt.

Es ist schön, manchmal die Gedanken des anderen zu erraten.

Wir sind sehr verschieden und trotzdem auch ähnlich.

Schön ist es, dass wir den gleichen Humor haben, die gleichen Filme mögen und sich der Geschmack in vielem ähnlich ist. Mein Mann ist ein grenzenloser Optimist, das tut mir gut. Ich kann die Welt nicht immer positiv sehen. Mache mir oft Sorgen und schmiede gerne Pläne für „was ist wenn…“. Das brauche ich und gehört zu mir. Und in mancher Krise konnte ich meinen Mann mit diesen Plänen auch unterstützen – darin habe ich eben Übung.

Also wie gesagt: Topf – Deckel!

Denn gerade in Zeiten, in denen das Leben nicht mit rosa Wölkchen verhangen ist, sondern eine dunkelgraue Gewitterfront über uns hereinbricht, ist diese tiefe Verbundenheit eine Ressource. Das Geben und das Nehmen gehören, im normalen Alltag, dazu.

Einseitigkeit dürfte auf die Dauer schwierig werden.

Ebenso kann es zu Problemen führen, wenn ein Teil in dieser Beziehung das Geben als Verzicht empfindet. Oder wenn wir den Partner ständig verändern, sowie nach unseren eigenen Vorstellungen formen möchten, könnte das ein Zusammenleben erschweren.

Eine weitere ziemlich starke und prägende Herzensbeziehung stellt die Mutterliebe dar.

Keine Ahnung, was da im Körper passiert.

Welche Hormone hier Mutter Natur erfunden hat, um sie in unsere Körper zu schütten. Aber diese Verbundenheit ist wohl die extremste Verknüpfung in unserem Leben.

Auch hier haben wir verschiedene Situationen zu meistern. Oft stellt uns die Mutterschaft sogar vor richtige Herausforderungen. Wie etwa durchwachte Nächte, Krankheiten, Sorgen, Probleme, die Trotzphase oder eine anstrengende Pubertät und trotzdem ist dieses wunderbare Geschöpf immer in unseren Herzen. Oder sogar einige solcher Wesen. Liebe ist nicht begrenzt in uns, sondern kann sich vermehren und reicht für mehrere Menschen.

Das ist schön.

Da spielen auch Verständnis, Wertschätzung, Vertrauen, Unterstützung und Bedingungslosigkeit eine wichtige Rolle. Einen Menschen so zu nehmen, wie er ist. Denn auch unsere Kinder sind eigene Persönlichkeiten und dürfen sich nach ihren Vorstellungen entwickeln. Sie sind nicht da, um unsere Bedürfnisse und Erwartungen zu erfüllen.

Sondern, dass wir sie genauso akzeptieren, wie sie sind!

Für immer und ewig!

Also: Liebe ist doch mehr als ein Wort…

Danke an meinen Mann an meiner Seite, meinen wunderbaren Kindern und meiner Ursprungsfamilie – ihr seid in meinem Herzen!

Übrigens, die Blumen vom Titelbild sind ein Valentinstag-Geschenk von meinem Mann und stammen von meiner lieben Freundin, der „Blumenfrau“ aus unserem Ort.

Auch alle meine FreundInnen haben ihren Platz in meinem Herzen und ich möchte keine missen…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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