Weniger und mehr…

Weniger und Minimalismus liegen sowieso im Trend.

Diese Bewegung hat sich in den letzten Jahren bei einigen Menschen etabliert und das ist natürlich ein genialer Schritt in eine gute Richtung.

Reduktion kann in vielen Lebensbereichen stattfinden.

Bei mir gibt es nun einen Bereich, in dem ich WENIGER definitiv einführen möchte:

Meine Nahrungsmittelzufuhr!

Das letzte Jahr, in dem ich mit meiner Familie viele Wochen in den eigenen vier Wänden verbrachte, habe ich mich kuli“narrisch“ ausgetobt. Den Kochlöffel geschwungen, als würde es kein Morgen geben und natürlich alles brav aufgefuttert. Wenn es sein musste, geschah dies auch in einer Abendschicht – nein, ich war mir für keinen Aufwand zu schade.

Mein Einsatz grenzte quasi an Hochleistungssport.

Jogginghose nannte sich mein liebster Begleiter und ich vermute das war nicht unbedingt vorteilhaft.

Denn dieses praktische Teil kam nicht für sportliche Aktivitäten zum Einsatz, sondern eher als Homeoffice-Uniform.

Bei mir wurden daher lediglich die Muskelregionen rund um die Kauregion sowie des Verdauungstraktes trainiert.

Den Rest habe ich vernachlässigt.

Zu meiner Verteidigung muss ich hinzufügen, dass ich über das ganze Jahr hindurch mit Schmerzen meines Bewegungsapparates kämpfte. Das Knie sowie der Ellbogen meldeten sich ständig und ließen mich sportlich verkümmern. Anscheinend zwickt es Ü 50 doch hartnäckiger in so manchen körpereigenen Regionen… 😉

Momentan heißt meine Formel: Mehr Masse = mehr Volumen = mehr Marlies.

Aber soviel von meiner Person muss gar nicht sein.

Also: Schluss mit der Völlerei, ein paar Kilos müssen runter.

In den nächsten Monaten wird daran gearbeitet – ganz fix!

In meinem Futterverhalten heißt dies einfach: Mehr Vernunft.

Außerdem möchte ich mich wieder MEHR auf mich sowie auf mein Bauchgefühl verlassen und WENIGER auf die zahlreichen Nachrichten von außen.

Da mein Bauch derzeit ein ziemlich imposantes Körperteil darstellt, kann er eine Menge aufnehmen, aber er hat auch die Gabe gut auf alle möglichen Einflüsse zu reagieren.

Er meldet mir gefühlstechnisch sofort die Optionen: Gut oder schlecht.

Ja, er kann mehr als nur Futter aufnehmen und verdauen.

Doch dazu brauche ich dringend die Durchzugsklappe.

Kennt Ihr dieses komfortable Ding?

Eigentlich benötigen wir zwei Stück davon. Denn wir Menschen sind bekanntlich mit zwei Ohren ausgestattet. Und genau da gehören diese Durchzugsklappen eingesetzt.

Werden nun diese Klappen betätigt, können wir auf Durchzug schalten. Bei der herrschenden Nachrichtenflut ist das sehr angenehm, das bringt mir inneren Frieden.

Denn blöderweise leide ich an sehr geduldigen Ohren, dies ist mitunter sehr anstrengend.

Nach dem Erwerb dieser Klappen ziehen ängstliche und bizarre Botschaften einfach durch.

Also Schluss mit diesen unsinnigen Belastungen!

Verwirrungsgeschichten, welche in einem Ohr reingelangen, werden mittels Durchzugsklappen durchgeschleust und direkt beim gegenüberliegenden Gehörorgan wieder rausgelassen.

Ich verlasse mich dadurch wieder mehr auf mich, sowie mein Bauchgefühl.

Praktisch, gell?

Also her mit diesen Durchzugsklappen!

Dabei werde ich einiges an Energie einsparen und diese sinnvoll nutzen.

Ich werde mich noch MEHR mit Menschen umgeben, die mir guttun!

Meine Zeit mit diesen genialen Geschöpfen verbringen, welche Perspektiven und Ideen entwickeln – denn genau das beflügelt mich.

Das gibt mir Energie und pusht mich – erweckt in mir Kräfte und Visionen.

Das bringt mich voran.

Damit unterstütze ich auch mein Umfeld – denn glaubt mir, diese Energie ist ansteckend!

Deswegen WENIGER von pessimistischen Energieräubern und toxischen Menschen.

Diese suchen immer das Schlechte und fühlen sich bei Negativnachrichten stets bestätigt.

Sie kommen nur schwer in die Gänge, da diese Botschaften bremsen.

Und diese Schwere überträgt sich auf das Umfeld.

Solche schlechten News gibt es natürlich genug, sie sind täglich zu lesen und zu sehen. Ich merke förmlich wie bei all diesen Geschichten meine Energie flöten geht. Diese Informations-Berieselung hat sicherlich auch Vorteile, denn ich kann dabei meinen Fokus auf das Geschehen da draußen richten. Dazu darf ich mich furchtbar aufregen sowie aufplustern, dadurch kann ich mich und meine Probleme vernachlässigen.

Das heißt nicht, dass ich täglich die rosarote Brille auf meiner Nase zurechtrücke und mit einem künstlichen Grinser durch den Tag wandle. Nein, denn das Leben hat sowieso genug an Herausforderungen für uns alle parat. Warum soll ich mich dann um das Große und Ganze kümmern? Weshalb muss ich mir deswegen ständig Sorgen machen?

Ich muss MEHR hier agieren – in meiner kleinen Welt!

Vor meiner Haustüre kehren, meine Umgebung pflegen und sauber halten.

Dies mit viel Herz und Liebe – denn genau hier, und meist nur hier, kann ich etwas bewirken.

Sollte ich dadurch jemanden anstecken oder in meinem Umfeld gar etwas Gutes auslösen, dann ist das schön.

Meine Kraft möchte ich dort einsetzen, wo ich etwas bewirken kann und das ist meine kleine Welt. Dazu gehört meine Familie, meine FreundInnen, unsere Firma und liebe Bekannte.

Und ich vermute, wenn wir alle in unserm Umfeld beginnen uns stark zu machen ist das unheimlich viel und hat Auswirkungen auf so ziemlich alles.

 

Also MEHR vom Guten!

Ich hoffe, dass ich all diese Vorsätze auch umsetzen kann.

Ich werde daran arbeiten!

 

Hier möchte ich nun mit einem Zitat meiner derzeitigen Lieblings-Serienheldin schließen:

„Wenn ich meine kleine Welt in Ordnung halte, dann hat der Wahnsinn keine Chance zu gewinnen!“ (Diane Lockhart aus „The Good Fight“)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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