Leichtigkeit mit massiver Bodenhaftung

Momentan wünsche ich mir etwas Leichtigkeit.

Wie kommt es dazu?

Die letzten zwei Monate waren durchzogen mit diversen Anstrengungen. 

Nun hat sich mein Körper zur Wehr gesetzt und mir einen massiven Hexenschuss beschert.

Objektiv betrachtet ist dies nicht wirklich überraschend. 

So reagiert mein System gerne, vor allem bei länger anhaltender Unausgewogenheit.  

Ich gehöre ja nicht unbedingt zu den Lebewesen, welche elfengleich und mit graziler Leichtigkeit durch das Leben schweben. 

Auch meine Statur gleicht keinem feingliedrigen Fabelwesen.

Nein, da hat der liebe Gott mir das passende Rundherum zum Innenleben geschenkt.

Ich zähle mich eher zum Typ: „Geerdet mit Bodenhaftung.“ 

Das bewirken wohl meine Gedanken, Fragen oder auch Sorgen.  

Grundsätzlich ist dies ja nicht negativ, trotzdem vermisse ich derzeit das Gefühl von Leichtigkeit.  

Das Spielchen hat sich schon den ganzen Winter angebahnt. 

Mein gewohnter Ausgleich in Form von Waldläufen mit Hund sind heuer etwas eingeschlafen. Einerseits waren diese Aktivitäten in den letzten Monaten durch ein Knieproblem schaumgebremst und andererseits hat zusätzlich ein energetischer Durchhänger meinen Bewegungsdrang eingedämpft.

Endlich hatte ich nun das Gefühl: „Der Akku ist ausreichend geladen.“

Die Laufschuhe wurden wieder aktiviert und gewannen zunehmend an Attraktivität.

Trotz Kälte verspürte ich Lust auf Bewegung 

Leider nur kurzfristig – denn nun hat mich dieser Halskrampf fest im Griff. 

Mein Körper ist wohl etwas nachtragend.

Deshalb hänge ich jetzt eben „halsstarrig“ herum und hoffe auf baldige Besserung.

Meine Bewegungsfreiheit lässt zu wünschen übrig, also versuche ich die Gelegenheit zu nutzen um mich zu orientieren und nachzudenken.

Passt doch auch ganz gut zum Jahresanfang und dieser grauen, kalten Winterzeit.

Ich glaube jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung von Leichtigkeit und wie diese in das Leben Einzug finden kann. Da gibt es sicherlich viele Methoden. Ich weiß auch ganz genau, dass ich nie ein Luftikus sein werde, das passt nicht zu mir. Sprunghaft und flexibel den Kopf in den Wolken hängend, von einer Überraschung zur nächsten tanzend, entspricht eben nicht meinem Naturell. 

Ich brauche keine außergewöhnlichen Abenteuer – dazu bin ich anscheinend zu bodenständig. Trotzdem faszinieren mich flexible, spontane Menschen und ich höre ihnen gerne zu. 

Die verschiedenen Lebensweisen können durchaus bereichernd sein. 

Eine sehr gute Freundin beispielsweise lebt das komplette Gegenteil von mir. Alleinstehend reist sie schon ihr Leben lang rund um die Welt und hat wirklich in jeder Ecke unseres Planeten Freunde gefunden. Ich finde es sehr spannend ihren Geschichten zu lauschen. Dennoch wäre dies nicht mein Lebensplan, sowie meine Vorstellung von Ausgleich und Leichtigkeit. Macht aber nichts, wir verstehen uns auch trotz des unterschiedlichen Lebenswandels blendend. 

Mein persönliches Kochrezept für Leichtigkeit ist relativ unspektakulär. 

Ich brauche meine Familie und wenn es allen gut geht – geht’s mir auch gut!

Ich liebe Humor und möchte viel lachen. 

Der Austausch mit lieben Menschen ist mir wichtig. 

Außerdem lerne ich gerne neue Menschen kennen. 

Ich benötige aber auch Abwechslung – ein immer gleicher Alltagstrott mach mich krank. 

Und ganz wichtig für mich ist es, von Zeit zu Zeit ans Meer zu fahren. 

Kommen alle diese Zutaten irgendwie in meinem „Lebenseintopf“ vor, dann fühle ich mich erfüllt von Leichtigkeit. 

Alles geht mir besser von der Hand. 

Dann bin ich motiviert, dynamisch und energiegeladen. 

Wie lautet Euer Rezept für Leichtigkeit? 

Habt Ihr besondere Zutaten? 

Was liefert Euch Energie? 

Vielleicht könnt Ihr Euch ein paar Gedanken dazu machen, um dieses Gefühl wieder bewusster in Euer Leben zu integrieren.

 

Ich werde nun versuchen etwas Ballast abzuwerfen und den Blick wieder mehr auf mich zu werfen. 

Das Leben ist manchmal holprig und dabei kann es vorkommen, dass man sich selbst etwas vernachlässigt. 

Solche Phasen gibt es immer wieder.  

Mein steifes Genick hat mich wieder daran erinnert, dass zurzeit die erdige Phase doch etwas zu vordergründig ist…

 

 

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