Angepasst war gestern!

Angepasst?

Bist du angepasst?

Schaffst du es dadurch, in der Beliebtheitsskala deiner Mitmenschen, ganz oben zu stehen?

Brav angepasst der Herde folgen und wenn möglich nicht aufzufallen – das gewünschte Menschenmodell. 

Ich hab es in jungen Jahren so gelernt.

Als Mädchen sollte man sowieso versuchen „Everybody’s Darling“ zu sein.

Schön angepasst funktioniert eben besser! 

Obwohl wir, als selbstständig denkende Wesen, durchaus fähig sind, unsere eigene Meinung zu bilden, halten wir diese oft zurück. Denn es ist nicht einfach sein Ansicht kundzutun. Besonders wenn diese nicht der Masse entspricht. 

Sich seinen Teil zu denken und ihn dann zu äußern – sind bekanntlich zwei paar Schuhe. 

Hier fällt mir sofort die Schulzeit ein.

Damals war man meist besser beraten, dem Lehrpersonal nach dem Mund zu sprechen – denn ansonsten wurde es kompliziert. Lieber schön angepasst grinsen und sich fügen.

Dies gilt auch im Kreise der Mitschüler oder später bei Kollegen.

Wer kennt nicht die Situation in so einem Umfeld, wo ein Sündenbock gesucht wird, um ihn dann zu mobben und alle gegen ihn aufzuhetzen? Haben wir alle schon erlebt.

Würde es in solchen Konstellationen öfter Menschen mit eigenständiger Meinung geben, die sich dann auch noch auf die Seite eines Schwächeren stellen, könnte viel Leid erspart werden. 

Wahrscheinlich auch einige Therapiestunden, der Leidtragenden, im Erwachsenenalter.

Für couragiertes Verhalten braucht man Mut.

Oft sind wir zu gut erzogen.

Die Crux an diesem angepassten Verhalten ist jedoch, dass man dadurch nicht wirklich die Beliebtheitsskala ganz nach oben klettert. Nein, man ist zwar gut zu gebrauchen, denn mit kopfnickendem Verhalten ist man natürlich überall willkommen. Aber ernst genommen wird man selten. Der Entwicklungsstand heißt: Graue Maus. Leider wird dieses unscheinbare Wesen dann oft beim Austeilen von „Leckerlis“ übersehen und geht leer aus. Kein Wunder, das nette Ding lächelt ja sowieso immer. Meist leistet dieser angepasste Mensch mehr als seine Kollegen und dennoch bleibt gerade jene Person unsichtbar. 

Wie kann das passieren? 

Respektieren wir solche Menschen? 

Schenken wir ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit?

Oder bekommen diejenigen welche stark, sowie authentisch auftreten und sich nicht scheuen auch mal unbequeme Dinge anzusprechen eher unser Augenmerk? 

Personen die vielleicht sogar ein „nein“ aussprechen und sich nicht verbiegen, nur weil es gerade erwartet wird?

Ich glaube die Antwort liegt auf der Hand. 

Ich meine damit keineswegs das Modell: Ich bin ja so individuell und deswegen gegen alles und jeden! Und auch ein ungehobeltes, pöbelndes Auftreten, liegt mir fern! 

Es geht einfach darum sich selbst treu zu bleiben! 

Manchmal für Menschen oder Dinge einzustehen, die nicht den Vorstellungen der Mehrheit entsprechen. Davor sollte man keine Angst haben. Auch wenn man sich dabei von gewissen Gefährten trennen muss – sowohl im beruflichen, als auch im freundschaftlichen Umfeld. 

Wenn die eigene Toleranzgrenze des Öfteren überschritten wird, darf man getrost seinen Standpunkt kundtun oder sich abwenden. 

Das muss sich jeder selbst wert sein.

Seid mutig!

Empört euch!

Nicht vergessen: Der Ton macht die Musik!

 

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