Mädels-Abend mit Töchterchen

Es ist schon phänomenal wenn man merkt, dass das weibliche Kind ähnlich tickt wie das mütterliche Modell. 

Bei uns herrscht Übereinstimmung in Bezug auf Kulinarik und Genuss zu 100%. Auffallend war dies wieder letztens, als unsere männlichen Mitbewohner abends nicht anwesend waren. Sofort waren wir zwei uns einig, wie wir diesen Abend verbringen werden. 

Natürlich auf dem Sofa, um uns dem Ausdauersport „Extremcouching“ voll und ganz hinzugeben. Ein bequemer, kuschliger Pyjama als unumstößliche Kleidungsvorschrift, erfüllt den „Gemütlichkeitsfaktor“ perfekt. 

Aber wir wären nicht wir, wenn da nicht auch Futter eine große Rolle spielen würde. Normalerweise verbringen wir ziemlich viel Zeit in der Küche und das auch noch mit einer großen Portion Freude, sowie einer ausgeprägten Menge an Liebe zum Kochen. Da wird probiert und experimentiert was das Zeug hält (nachzulesen unter: Kochtopf-Junkies). Doch an diesem Abend haben wir den Dienst in der Küche verweigert und uns Essen einfach bestellt. Also wird die Gemütlichkeit noch mit dem „Selbstverwöhnprogramm“ aufgemotzt. 

Weiters muss an so einem Abend freilich die dazugehörige Fernsehserie ausgesucht werden, um  sie dann in Endlosschleife aufsaugen zu können. Damit wäre auch der „Unterhaltungsprogrammpunkt“ zufriedenstellend abgehakt. 

Wir entschieden uns für die „Gilmore Girls“. Sehr passend eigentlich. Mutter und Tochter im kleinstädtischen „Stars Hollow“, die am liebsten Junk Food in sich reinstopfen, literweise Kaffee schlürfen und mit sehr viel Ironie und Wortwitz die Welt betrachten. Perfekt! Also hingen wir vor der Flimmerkiste und ernährten uns ganz ähnlich wie die beiden Protagonistinnen in der Glotze. Allerhand Leckereien, deren gesamte Kalorienzahl wahrscheinlich den Tagesbedarf eines Dorfes abdecken würde, wurden vernichtet. Demnach muss ich zugeben, dass wir den Girls „nährstofftechnisch“ um nichts nachstanden. Unser Vorrat an schokoladigen Krimskrams wurde radikal vermindert. Irgendwann sind wir dann auf dem Sofa, mit einlullenden Hintergrundgequatsche von „Lorelei und Rory“, sowie einer Menge Kalorien im Bauch ins Träumeland geglitten. 

Ja, das war echt ein schöner Abend. Diese Momente der Zweisamkeit sind wirklich genial. 

Und ich glaube der Anstieg an Glückshormonen, sind in solchen Momenten nicht nur der Schokolade geschuldet.  Obwohl die sicherlich auch etwas dazu beitrug. 

Ich bin wirklich dankbar für diese zwischenmenschlichen Zeiten. 

So manches Streben im täglichen „Alltagswahnsinn“ rückt in den Hintergrund – und das ist gut so. 

Das wirklich Wichtige ist nicht kompliziert und laut – sondern eher einfach und leise! 

Ich freu mich schon auf die nächste Pyjamaparty mit Fernsehmarathon.

 

Allerdings beschäftigt mich ein Gedanke: Wie schaffen es „Lorelei und Rory“ mit diesen schrägen Essgewohnheiten so sensationell schlank zu bleiben? 

Hmmm…anscheinend muss der Stoffwechsel in dieser Kleinstadt anders funktionieren – ansonsten kann ich mir das einfach nicht erklären….;-)

 

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