Jahreswechselgedanken

Jahreswechsel und natürlich wieder viele Gedanken die in meinem chaotischen Kopf herumschwirren.
Wahrnehmungen, die mich verfolgen und irgendwie verwirrende Gefühle von Unbehagen auslösen, sind in diesem Jahr nicht verschwunden – nein, diese Eindrücke haben sich festgekrallt. In der letzten Zeit haben Adjektive wie: laut, groß, viel, schön (eigentlich die Steigerung „schöner“), aktiv, luxuriös, perfekt, reich, verwöhnt, spektakulär, außergewöhnlich, grenzenlos, großartig die Wünsche und Lebenseinstellung der Bevölkerung überschwemmt.
Wenn man die Zeitung aufschlägt und fragwürdige Interviews von selbstverliebten, narzisstisch angehauchten Staatsoberhäuptern liest, sowie die wachsende Vermehrung dieser Unart beobachtet, wird man, als eher introvertierter Mensch schon etwas nachdenklich und weiß nicht wie man auf diese Schwemme reagieren soll.
Hmm…daheim verkriechen und die Welt da draussen einfach weiterdrehen lassen – so nach dem Motto: nix hören, nix sehen? Ist das die Lösung?
Oder doch versuchen „rauszugehen“ mit Überzeugung und gebetsmühlenartig immer wieder die Wichtigkeit der gegenteiligen Adjektive zu predigen?
Ich weiß nicht – beides liegt mir nicht wirklich.
Obwohl ich gerne zuhause bin und mich in meinen 4 Wänden absolut wohl fühle, ist das komplette Verkriechen auch nicht meine Lösung, denn ich befürchte in meinem Inneren lebt ein kleiner Rebell, der sich nicht wirklich unterdrücken lässt.
Das ewige Predigen hingegen ist auch nicht meine Art, außerdem glaube ich dieser Energieaufwand ist vergeudet zusätzlich verschwendet, laugt aus und fällt auf unfruchtbareren Boden.
Ich hoffe – nein, eigentlich bin ich überzeugt, dass es doch einige Mitmenschen da draussen gibt, die ebenso fühlen sowie spüren, dass dieser Weg, gespickt mit affektierten Äußerlichkeiten nicht der erfüllende Pfad für eine lebenswerte Welt ist.
Vor allem vertraue ich auf Frauen die nicht aufgeben!
Frauen, die an ihre Kinder glauben und daran arbeiten, dass diese Nachkommen in einer menschlichen, gesunden Welt leben können.
Frauen, denen die Verrohung der Sprache gegen den Strich geht und die bewusst die leisen Zwischentöne wahrnehmen.
Frauen, die selbstbestimmt das Leben in die Hand nehmen.
Frauen, die wirklich wichtige Werte erkennen können, neben diesem schrillen, kommerziell verseuchtem Geplapper.
Frauen, die abseits von dem „ach so verführerisch Materiellem“ leben und dabei ihren Kindern WERTvolleres weitergeben.
Frauen, die sich von dem ganzen blinkendem Trallala, in diesem buntem Jahrmarkt der Eitelkeiten, nicht beeinflussen lassen und den Durchblick behalten.
Frauen, die sich nicht unterkriegen lassen und die Welt positiv beeinflussen, in dieser feinen, unspektakulären, leisen und bescheidenen Art – welche ebenso zahlreiche Kreise ziehen können.
Dies gibt mir Hoffnung und lässt mich doch positiv in die Zukunft gucken!

In diesem Sinne wünsche ich EUCH ein wundervolles 2018!

Alles Liebe
Mah-lies 🙂

 

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