Instagram Stars

Wir leben im Zeitalter der Instagram Stars! 

Jeder kann sich einem mehr oder weniger großem Publikum präsentieren und ist kurzfristig ein Star! Passt gut in unsere etwas selbstverliebten Epoche.

Viele Menschen schießen in allen Lebenslagen Fotos und lassen uns an ihrem Alltag teilhaben. 

Nicht nur Jugendliche, sondern auch Menschen im reiferen Alter zeigen sich gerne im Netz.

Dabei posten viele mit gestellter Mimik ihre genialen Erkenntnisse in punkto Mode & Co und fühlen sich mit jedem Like auf eine Wolke, welche Anerkennung heißt, gehoben. 

Nein, ich möchte dies auch nicht bewerten, denn es gehört anscheinend zu unserer Zeit. 

Ich nutze diese Medien ebenfalls und allerlei Bilder, sowie Texte amüsieren mich. 

Auch ich habe Freude an schönen Dingen. Entsprechend dargestellt sind diese Botschaften anregend und begeistern mich kurzfristig. Weder empfinde ich Neid, noch den Drang dieses oder jenes auch haben zu müssen. Trotzdem sprechen mich manche Berichte und Bilder von Landschaften, Menschen oder Dingen positiv an oder inspirieren mich. Allerdings ist mir schon bewusst, dass das Leben nicht immer mit einem Filter kaschiert daherkommt und solche Bilder oft sehr geschönt präsentiert werden. Natürlich freue ich mich auch wenn meine Texte und Bilder bei meiner kleinen  „Gefolgschaft“ gut ankommen. Also durchaus ein positiver Platz, in dem man virtuelle Kontakte pflegt.

Auch mein Kind treibt sich auf diesem Kanal herum und ist häufig online – ich empfinde es oft als zu viel! Das gefällt mir natürlich nicht immer und ich versuche mit endlosem Predigen, es von den Schattenseiten dieser geschönten, rosafarbenen Welt zu informieren. Ich hoffe es kommt irgendwo in diesem Pubertätshirn auch an! 

Erfreulicherweise ist meine Tochter mit persönlichen Fotos sehr sparsam unterwegs und postet kaum. 

Denn wenn 13-jährige Mädchen mit gespitzten Lippen und sexy Augenaufschlag posieren wird mir eher übel, als dass ich dies für „künstlerisch wertvoll“ oder gar beeindruckend empfinden kann.  

Also ich werde weiterhin einfach versuchen mein Kind zu bequatschen, ihm dabei mächtig auf die Nerven zu gehen und regelmäßig zu erklären, dass Realität meist anders aussieht. 

Die Tatsache einer kürzlich durchgeführten Studie, welche belegt, dass eine häufige Nutzung dieses Netzwerks Essstörungen verstärken kann, macht die Sache natürlich auch nicht besser. 

Wenn Kids Urlaubsdestinationen plus Luxusartikel posten, bin ich auch eher irritiert als beeindruckt. Hmmm, da müssen wir wohl unsere Vorbildfunktion auch mal unter die Lupe nehmen. 

Aber vielleicht reagier ich überhaupt zu stark auf dieses Phänomen und im Grunde ist alles ganz normal. 

Ich weiß es nicht! 

Allerdings hat mich vor einigen Tagen ein Posting eines jungen Mädchens doch wieder zum Nachdenken gebracht. 

Denn als es bei einer Umfrage auf Instagram nach dem persönlichen Lieblingsautor gefragt wurde, lautete die Antwort: schwarzer Audi! 

Da kommen mir dann doch Zweifel und ich befürchte, dass diese Welt der anbetungswürdigen Konsumgüter und geschönten Menschen doch zu viel Platz in unserem Leben einnehmen… 

 

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